Aktien, ETF, WTF…?!

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Börsen-Crashkurs, die wichtigsten Begriffe

Um davon abzukommen dass die Börse böse, nur was für reiche Finanzgurus und super smarte Broker ist, müssen wir uns einfach mal kurz damit beschäftigen was es an der Börse so alles gibt, was man damit macht und warum das Ganze überhaupt nicht böse ist.
Es wird gar nicht so schlimm, ich verprech´s 🙂

Eine Börse ist nichts anders wie ein Markt.
So wie es bei dir in deinem Ort vielleicht jeden Donnertag einen Bauernmarkt oder Blumenmarkt gibt, gibt es auch Börsen für Wertpapiere, Rohstoffe und andere Finanzprodukte. Es ist also nichts weiter als ein Handelsplatz an dem dafür gesorgt wird dass man die Produkte zu einem geregelten Ablauf und Möglichkeiten kaufen bzw. verkaufen kann.
Eine Börse ist auch immer reguliert, das heißt sie ist transparent was die Kursbildung und Preisfindung betrifft. Es gibt viele verschiedene Börsen verstreut in der ganzen Welt, so wie es ganz…

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Böse Börse…

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Sparen und Investieren geht auch ohne Sparbuch…?!

Nur unter 5% der Österreicher sind an der Börse!² Österreicher sind akute Börsenmuffel, man könnte schon fast sagen sie wollen eigentlich gar nix von der bösen Börse wissen.
Denn in Österreich ebenso auch Deutschland, aber Österreich ganz speziell, ist die Börse ein böser, der Glücksspielbranche gleichzusetzender Ort wo man nur hingeht um viel Geld zu verlieren, sofern man überhaupt viel Geld besitzt und wo nur Menschen , bevorzugt natürlich Männer in Anzügen, die irgendwelche Finanzgurus sind, herumstolzieren und das Sagen haben.

So ungefähr sehen viele meiner Bekannten, Kollegen, Freunde, ja sogar Familienmitglieder die Börse.
Dass aber genau diese Börse ein wirklich guter Ort ist, um langfristig zu Sparen und Vermögen aufzubauen, will keinem einleuchten.
Man hört immer nur von Spekulanten und Börsen-Crashs und Millionen an Verlusten,… Man hört jedoch kaum, dass man mit Finanzprodukten wie Aktien, oder ETFs auch sparen kann.

Am beliebtesten…

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Know your worth: Gehaltverhandeln

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Kenne deinen Wert, wachse und nimm an Gehalt mit was dir zusteht!

Viel zu viele Menschen arbeiten Jahr ein Jahr aus tüchtig in ihrem Job und bekommen meistens nur eine gesetzliche (Indexanpassung) Gehaltserhöhung. Kaum ein Chef kommt und sagt: „Das hast du aber toll gemacht! Dafür bekommst du eine dicke Gehaltserhöhung!“ (Ausnahmen bestätigen die Regel)
Vorallem Frauen erhalten weniger oft eine Gehaltserhöhung als Männer.

Darum müssen wir das selber in die Hand nehmen und wir haben ein paar Tipps und Tricks und vorbereitende Gedanken für dich gesammelt um selbstbewusst, informiert und mit Plan an die Gehaltsverhandlung ran zu gehen!

Wenn du dir unsicher bist, ob das was du verdienst dem Standard entspricht, an welchen du dich allerdings nicht orientieren solltest, oder wo die üblichen Grenzen für deine Position liegen, check das vorab in einem Gehaltsrechner wie zB.
https://www.gehaltsrechner.gv.at/

Ein kostenloses Workbook findest du am Ende des Beitrags!

Tipp 1: Leistungen…

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Dein Budget, der Plan zum Erfolg

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Nicht nur Firmen benötigen Budgets, auch jeder Haushalt sollte seine Budgets planen und damit wirtschaften!

Wer ein Budget erstellen will muss erst seine finanzielle Situation analysiert haben. Das heißt du musst genau wissen was sind deine Einnahmen, deine Ausgaben und was sind deine Ziele?
Wenn du das noch nicht gemacht hast klick dich durch die Beiträge, Haushaltsplan, Notgroschen, und Ziele, dann bist du bestens vorbereitet um deine Budgets zu planen.

Für die meisten Menschen klingt der Begriff Budget so spannend wie ein Gang zum Zahnarzt. Ja, das Bild über Budgets ist sicher nicht das aufregendste und tollste aber es ist eine absolute Bereicherung für deinen Vermögensaufbau und du wirst- spätestens wenn du merkst wie toll ein Budgetplan funktionieren kann, absolut aufgeregt sein dir neue Budgets zu erstellen!

Was ist ein Budget eigentlich?

Ein Budget ist grob gesagt nichts anderes als ein Vorschlag, ein Plan wie man sein Geld…

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Was ist Cyber Stalking und wie kann man sich dagegen wehren?

Der Begriff „Stalking“ bezeichnet ein wiederkehrendes und beharrliches Verfolgen und Belästigen einer anderen Person über einen längeren Zeitraum. Dies belästigende Kontaktaufnahme erfolgt gegen den Willen des Opefers. Das Verfolgen und Belästigen geht so weit, dass die Opfer in den meisten Fällen auch bedroht, genötgt oder auch erpresst werden. Geschieht das über einen längeren Zeitraum, so leidet das Opfer an Depressionen, Ängsten und einem Verfolgungswahn.

Die meisten Opfer beschuldigen sich selber, für das was mit ihnen passiert. In den meisten Fällen geht das Stalking aus einer ehemaligen intimen Beziehung aus, besonders in Trennungssituationen oder Trennungen wird das Stalking genutzt, um Kontrolle und Macht über die Person aufrechtzuerhalten.

Oft sind Partner*innen oder Ex-Parner*innen diejenigen, die das Ende einer Beziehung nicht akzeptieren und mit Nachrichten, Telefonanrufen oder durch soziale Netzwerke versuchen, die andere Person zu manipulieren oder auch bloßzustellen.

Du bist von Cyber Stalking betroffen, wenn du in der digitalen Welt folgendes erfährst:

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Draghi schreibt in Italien Geschichte als Schuldenkönig

„Whatever it takes 2.0“ – Draghi schreibt in Italien Geschichte als Schuldenkönig

Stand: 08:22 Uhr | Lesedauer: 4 Minuten Von Holger Zschäpitz Leitender Wirtschaftsredakteur

Italiens Premierminister Mario Draghi

Italiens Premierminister Mario Draghi war zuvor Chef der EZB Quelle: AFP Der Premierminister Italiens und Ex-EZB-Chef will sein Land mit einem Mega-Konjunkturprogramm aus der Krise holen. Er bricht damit sogar einen Schuldenrekord aus dem Jahr 1920. Dabei bekommt das Land schon 200 Milliarden Euro aus dem EU-Hilfsfonds. 59 Anzeige

Eines müssen selbst die Kritiker Mario Draghi zugestehen: Er bleibt seinen Prinzipien treu. Im Sommer 2012 preschte er als Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) mit seiner historischen „Whatever it takes“-Rede vor und versprach, alles zu tun, um den Euro retten. Koste es, was es wolle.

Jetzt – knapp neun Jahre später – nutzt er seine Position als italienischer Premierminister, um die nächste historische Wette zu platzieren. Er startet das größte Schuldenprogramm in der Europäischen Union, um Italien aus der Dauerkrise zu holen.

In den ersten Monaten seiner Amtszeit hat Draghi das defizitfinanzierte Konjunkturprogramm seiner Vorgängerregierung um über 70 Milliarden Euro aufgestockt. Damit summiert sich die Neuverschuldung auf weit über 170 Milliarden Euro. Draghis Regierung rechnet damit, dass das diesjährige Haushaltsdefizit auf 11,8 Prozent der Wirtschaftsleistung in die Höhe schießen wird.

Quelle: Infografik WELT Anzeige

Das wäre nicht nur die höchste Neuverschuldung des Landes seit Anfang der 1980er-Jahre, sondern – gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – auch das größte Konjunkturprogramm in Europa. „Draghi wettet das Haus“, kommentierte die Finanzagentur Bloomberg die Haushaltspläne.

Tatsächlich könnte Draghi als Premier italienische Wirtschaftsgeschichte schreiben. Die Schuldenquote dürfte in diesem Jahr auf 160 Prozent des BIP steigen und damit den bisherigen Rekord noch übertreffen, den das Land nach dem Ersten Weltkrieg aufgestellt hatte. Lesen Sie auch

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1920 markierte der Staat kurz vor der Ära der faschistischen Diktatur von Benito Mussolini den bisherigen Höchstwert von 159,5 Prozent.

Das hohe Budgetdefizit ist auch insofern bemerkenswert, weil Italien mit rund 209 Milliarden Euro aus dem europäischen Hilfsfonds rechnen kann. Erst am Sonntag hatte Rom angekündigt, den nationalen Plan zum Einsatz der Milliardenmittel pünktlich zum 30. April in Brüssel einreichen zu wollen.

Joe Biden hat auch ein Mega-Konjunkturpaket aufgelegt

Draghi handelt offenbar aus der Überzeugung, dass Europas Volkswirtschaften langfristig stärker sein werden, wenn Fiskal- und Geldpolitik zusammenarbeiten. Er orientiert sich dabei an den USA, wo der neue Präsident Joe Biden als erste Amtshandlung ein 1,9 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket eingebracht hat, das die Neuverschuldung ebenfalls um rund zehn Prozentpunkte erhöht hat.

Zwar sind die europäischen Defizitregeln, die die Neuverschuldung auf drei Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzen sollen, wegen der Pandemie bis zum Jahr 2022 ausgesetzt. Doch Draghis Defizitpläne sind weitaus aggressiver als die aller seiner europäischen Amtskollegen. Anzeige

Sie signalisieren eine offene Abkehr von der fiskalischen Solidität, die die Regeln der Währungsunion vorsehen. „Mit den Augen von gestern beurteilt, wäre eine solch hohe Neuverschuldung sehr beunruhigend. Heute schaut man ganz anders auf die Dinge, weil die Pandemie den Einsatz von Schulden legitimiert“, begründete Draghi seine Pläne. Lesen Sie auch

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Der gebürtige Römer tritt damit erneut als eine Art Tabubrecher auf. Schon als Chef der EZB hatte er mit seinem berühmten Versprechen den Märkten signalisiert, dass er bereit ist, die Geldpolitik bis an ihre Grenzen zu treiben.

Draghi setzte nicht nur Anleihenkaufprogramme bei der EZB durch, die insbesondere in Deutschland hochumstritten waren. Er war es auch, der Strafzinsen auf Bankeinlagen einführte und damit den Zins für deutsche Sparer faktisch abschaffte.

Während er die EZB-Geldpolitik mit milliardenschweren Anleihekäufen und immer tieferen Zinsen antrieb, drückte Draghi während seiner Zeit in Frankfurt oft seine Frustration darüber aus, dass die Regierungen der Euro-Zone nicht mit einer stärkeren Fiskalpolitik die Konjunktur unterstützen würden.

Jetzt, da er die Kontrolle über die fiskalischen Hebel in der drittgrößten Volkswirtschaft der EU hat, führt er seine Whatever-it-takes-Politik in Italien fort. „Draghi selbst hat gesagt, dass es eine Wette ist“, sagte Veronica De Romanis, Professorin für Europäische Wirtschaft an der römischen Luiss-Universität, dem Finanzdienst Bloomberg. „Aber es ist die einzige Chance, die wir haben.“

Quelle: Infografik WELT

Hinter Italien liegen mehr als zwei verlorene Jahrzehnte. Die Wirtschaft hat seit dem Beitritt zum Euro stagniert, unter dem Strich steht ein mageres Plus von zwei Prozent. Zum Vergleich: In Frankreich und Deutschland lag das Wirtschaftswachstum seit 1999 bei jeweils 28 Prozent. Spaniens Ökonomie expandierte im gleichen Zeitraum sogar um 35 Prozent.

Auch für italienische Anleger war nicht viel zu holen. Seit 1999 hat der italienische Index FTSE MIB inklusive Dividenden gerade mal 22 Prozent zugelegt, das entspricht weniger als 1,2 Prozent im Jahr. Der Dax hat dagegen 194 Prozent an Wert gewonnen, der amerikanische Dow Jones sogar 528 Prozent.

Wette auf Italiens Erholung

Bislang scheint die Rechnung weitgehend aufzugehen. Die Akteure an den Bondmärkten zeigen sich noch nicht allzu sehr verschreckt von der hemdsärmeligen Schuldenpolitik von Draghi. Der Risikoaufschlag zehnjähriger Italien-Anleihen gegenüber Bundesanleihen gleicher Laufzeit hat sich gerade einmal um 0,06 Prozentpunkte ausgeweitet.

Offensichtlich gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass im Zweifel die EZB mit Anleihekäufen Italien zu Hilfe kommt. Wer hier glaubt, dass Mario Draghi seine Wette gewinnt, kann mitwetten, und zwar mit dem Indexfonds Lyxor MSCI Italy (WKN: ETF032).

Quelle: https://www.welt.de/finanzen/article230515377/Mario-Draghi-Italiens-Premier-wiederholt-seine-Whatever-it-takes-Wette.html geladen am 20.04.2021

Elektroautos sind „ineffizenteste Form der Klimapolitik“

Umweltbilanz im Vergleich

Tesla Model 3 Tesla Tesla Model 3

Samstag, 17.04.2021, 15:27

Der Bundesrechnungshof nahm vor kurzem die deutsche Energiewende regelrecht auseinander: Sie funktioniere nicht wie geplant und gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland. Auch beim Elektroauto gibt es Zweifel, ob es Deutschland seinen Klimazielen näherbringt.

Viele Experten zweifeln, ob das kompromisslose Forcieren der batteriebetriebenen Elektromobilität der richtige Weg zur Reduktion der CO2-Emissionen ist. Verschiedene Studien, unter anderem vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), kommen zu dem Ergebnis, dass die Elektroautos schon vor dem ersten gefahrenen Kilometer durch die energetisch aufwendige Produktion der Batterien einen CO2-Rucksack mitschleppen und etliche tausend Kilometer abspulen müssen, bis bei der CO2-Bilanz der Gleichstand mit den Verbrennern erreicht ist.

Ökobilanz von E-Autos

Bei der Diskussion um die Ökobilanz meldet sich Prof. Dr. Joachim Weimann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, zu Wort und bezeichnet die Förderung von Elektroautos als „die vermutlich ineffizienteste Form von Klimapolitik“

Für Weimann ist die Konzentration auf diese Elektromobilität und das Ausschalten der Verbrennungsmotoren, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, der falsche Weg. „Eine rationale Klimapolitik müsste anders vorgehen. Sie müsste anerkennen, dass fossile Brennstoffe nicht kurzfristig komplett verschwinden können und dass es deshalb darauf ankommt, die Reduktion der CO2-Emissionen möglichst klug zu organisieren“, so der Lehrstuhlinhaber.

Ein wichtiger Stellhebel, um diesen energiepolitischen gordischen Knoten zu durchtrennen, ist die Stromversorgung. Entscheidend ist das Ersetzen der fossilen Brennstoffe bei der Stromerzeugung. Solange Batterien mit Energie gebaut oder gespeist werden, die aus fossilen Brennstoffen stammt, kommt der erwähnte CO2-Rucksack quasi Frei-Haus.

Die „CO2-Last“ des deutschen Strommixes

Dazu muss man wissen, dass der deutsche Strommix gegenwärtig eine CO2-Last von 550 g pro Kilowattstunde aufweist. Ohne fossile Brennstoffe sind die Stromanforderungen aktuell nicht zu bewältigen. Durch den Anstieg der Elektroautos in den kommenden Jahren wird sich dieser Zustand nicht verbessern. „Jedes Elektroauto und jede Wärmepumpe, die heute installiert wird, verzögert den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen, weil sie erneuerbaren Strom davon abhält, fossilen Strom zu ersetzen“, erklärt Joachim Weimann.

Für den Akademiker lassen alle theoretischen Ansätze, die die CO2-Bilanz berechnen wollen, einen wichtigen Aspekt außen vor – nämlich das europäische Emissionshandelssystem EU-ETS. Der Energiesektor unterliegt dem Emissionshandel, der Verkehrssektor nicht. Für Weimann besteht eine Folge der Elektromobilität darin, dass der Verkehrssektor quasi in den Energiesektor und damit den Emissionshandel hineinragt. Solange die Obergrenze des EU-ETS bindend ist, also langfristig genauso viele Emissionen getätigt werden, wie Emissionsrechte vergeben wurden, ist auch die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland redundant. „Photovoltaik und Windstrom führen dann nicht zu CO2-Einsparungen, sondern lediglich zu einer kostspieligen Verlagerung der Vermeidung beziehungsweise der Emission von CO2“, schreibt Joachim Weimann und ergänzt: „Die in Deutschland eingesparten CO2-Mengen werden dann in anderen Ländern des ETS wahrgenommen, weil durch den Einsatz von erneuerbaren Energien die Menge der Emissionsrechte nicht verändert wird.“ Das sei wie bei einem Wasserbett, in das man sich hineinlegt. Man sinkt zwar ein, aber an anderer Stelle hebt sich die Matratze, da die Menge des Wassers gleich bleibt.

Der Wasserbett-Vergleich

Die Konsequenz ist klar. Solange das ETS-System in Kraft ist, sind die deutschen Anstrengungen mehr oder weniger rausgeschmissenes Geld. „Unter den Bedingungen eines bindenden Caps ist damit die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland nicht zu rechtfertigen, weil sie sehr teuer ist und keinerlei CO2 einspart“, lautet Weimanns Schlussfolgerung. Im Jahr 2018 betrugen die Mehrausgaben für die Förderung der erneuerbaren Energien laut Weimann rund 23 Milliarden. Euro. Dabei sind aber die Kosten des Netzausbaus und -umbaus sowie die externen Kosten der Windkraftanlagen nicht mit einberechnet.

Wie wird das E-Auto Teil der „Verkehrswende“?

Die 2018 initiierte Reform des Emissionshandels soll genau diesen Wasserbetteffekt vermeiden, indem überschüssige Emissionsrechte in eine Reserve eingestellt werden und ab 2023 die Rechte, die über eine Höchstgrenze hinausgehen, gestrichen werden. Damit würde bis zum Jahr 2025 die Redundanz des ‎Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verschwinden. Das sind gute Nachrichten für die Energiewende, aber nicht für die Verkehrswende. Da dann E-Auto, das mit erneuerbarem Strom geladen wird, die Reserve des ETS verringert. Damit werden weniger Rechte gelöscht und damit weniger CO2 eingespart.

Bei der Kosteneffizienz wird es für die BEVs bei Weimann dann richtig dunkel. Wohlwollend betrachtet, spart ein Elektroauto 10 Tonnen CO2 einspart. Wenn man dann die Subventionen inklusive Steuervergünstigungen miteinbezieht, ist ein BEV nach Weimanns Berechnungen etwa 11.000 bis 12.000 Euro teurer als ein Dieselfahrzeug. Daher betragen die Vermeidungskosten 1.100 Euro bis 1200 Euro pro Tonne.

Folgekosten der Emobilität

Dabei sind die Folgekosten der Elektromobilität, wie etwa der Aufbau der Ladeinfrastruktur und der Verlust der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie nicht miteinberechnet. Wenn man in Betracht zieht, dass die Grenzvermeidungskosten im ETS-Sektor aktuell bei etwa 25 Euro/Tonne liegen, sind die Vermeidungskosten beim Elektroauto um den Faktor 44 bis 48 höher. „Selbst, wenn wir eine Vervierfachung des CO2-Preises unterstellen, dürfte ein E-Auto nur 1000 Euro mehr kosten als ein Verbrenner, um eine effiziente Alternative zu sein“, folgert Weimann und kommt zu dem Schluss: Es gibt vermutlich kaum eine andere Form der CO2-Vermeidung, die noch teurer, noch verschwenderischer und noch ineffizienter ist als der Bau und der Betrieb von BEV.“

Quelle: https://www.focus.de/auto/news/umweltbilanz-im-vergleich-umweltbilanz-im-vergleich_id_13198969.html geladen am 17.04.2021

Wer bezahlt die Corona-Schulden in Europa?

EU-Sondergipfel zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise Francisco Seco/AP Pool/dpa Donnerstag, 15.04.2021, 23:30

In der Corona-Pandemie machen die EU und Deutschland Schulden wie nie zuvor. Wer aber soll das bezahlen und: Kann das auf Dauer gut gehen?

Von DW-Autor Bernd Riegert

Der Bundestag hat an diesem Donnerstag einen Nachtragshaushalt für 2021 auf den Weg gebracht, um neue Schulden im Bundeshaushalt für dieses Jahr auf den Rekordwert von 240 Milliarden Euro anzuheben. Mit diesem „mutigen Schritt“, so Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sollen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abgefedert werden.

Die Gesamtverschuldung Deutschlands steigt auf 2200 Milliarden Euro, ebenfalls ein Allzeithoch. Die Schuldenquote, also die Höhe der Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung, liegt 2021 bei rund 80 Prozent. Mit dieser Schuldenorgie ist Deutschland keineswegs allein. Alle EU-Staaten gehen wegen der Pandemie in die Vollen. Die Schulden türmen sich von Finnland bis Griechenland auf. Die europäische Statistikbehörde Eurostat teilt mit, dass die Schuldenquote der Staaten im Euro-Raum im Durchschnitt in diesem Jahr bei fast 100 Prozent liegen wird. Tendenz steigend.

Stabilitätspakt bleibt ausgesetzt

Moment mal! Da gab es doch den Stabilitäts- und Wachstumspakt der Euro-Zone, der den Mitgliedern eine Schuldenquote von maximal 60 Prozent vorschreibt, bei einer Neuverschuldung von drei Prozent. Diesen Stabilitätspakt hat die EU wegen der schweren Rezession ausgesetzt – und zwar bis mindestens Ende des Jahres, so EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni. Und auch im kommenden Jahr wird das wohl so bleiben, heißt es von Gentilonis Mitarbeitern. Die Krise wird weiter mit enormen Schulden bekämpft. Wie lange kann das gut gehen?

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So lange wie nötig. Das meint der Chef der wirtschaftspolitischen Denkfabrik „Bruegel“, Guntram Wolff, in Brüssel. „Ich denke, es geht erstmal auf jeden Fall so weiter. Wie ich die Lage einschätze, werden die Regeln auch noch nächstes Jahr ausgesetzt werden. Das ist auch sinnvoll, solange wir uns noch in einer konjunkturellen Ausnahmesituation befinden.“

Anders als in der Finanzkrise vor zehn Jahren seien die Schulden diesmal weniger problematisch, sagt Guntram Wolff im Gespräch mit der DW. Die Zinsen für Staatsanleihen sind, anders als damals, sehr niedrig. Die Kosten für Schulden sind für die Staatskassen also gering. Die Gefahr, dass die Zinsen steigen, sieht Guntram Wolff nicht, solange Notenbanken wie die Europäische Zentralbank bei ihrer expansiven Politik blieben, das heißt Geld drucken und den Markt damit fluten.

Aus den Schulden wachsen

Ein Problem für die Stabilität des Euros sieht der Brüsseler Experte derzeit nicht. Und wer zahlt am Ende die Schulden zurück? Die Antwort sei einfach, meint Guntram Wolff. „Das Entscheidende bei hohen Schulden ist immer die Wachstumsrate. Erzielt man höheres Wachstum, dann erledigt sich das Schuldenproblem eigentlich von selbst. Austeritätspolitik hilft bei hohen Schulden ja nur sehr begrenzt.“ Sparen bringt also wenig. Aus den Schulden soll man herauswachsen.

Dieses Rezept für einen Abbau der Schulden nach Corona findet auch Markus Ferber richtig. Der CSU-Abgeordnete im Europaparlament ist seit vielen Jahren finanzpolitischer Experte der christdemokratischen Fraktion und hat auch schon die Finanzkrise vor zehn Jahren begleitet. „Momentan haben wir noch keine Sorge, was die Stabilität des Euro angeht. Die Politik in vielen Wirtschaftsräumen ähnelt sich ja und insofern gibt es da keine Verwerfungen.“ Allerdings, meint Markus Ferber gegenüber der DW, müsse man irgendwann auf den Stabilitäts-Pfad zurückkehren. Er plädiert dafür, den Stabilitätspakt bereits im kommenden Jahr wieder anzuwenden. Ansonsten drohe die Gefahr, dass manche Euro-Staaten die Ausnahme zum Dauerzustand machen wollten, um sich ihre Haushalte bequem ohne große Reformanstrengungen zu finanzieren. „Das macht mir wirklich große Sorgen“, sagt der Europaabgeordnete.

Die von der EU beschlossene gemeinsame Schuldenaufnahme von 750 Milliarden Euro zur Finanzierung des Corona-Aufbaufonds müsse ebenso eine einmalige Aktion bleiben, fordert Markus Ferber. „Wer meint, seinen Haushalt national sanieren zu können, weil er die Schuldenberge nach Europa verschiebt, der wird scheitern. Denn auch die müssen von den Mitgliedsstaaten wieder abgetragen werden.“

Wer zahlt am Ende?

Die Schulden, die die EU in diesem Jahr zum ersten Mal gemeinschaftlich machen will, müssten am Ende von den Bürgerinnen und Bürgern der EU wieder zurückgezahlt werden – und zwar von kommenden Generationen, so „Bruegel“-Finanzexperte Guntram Wolff. Darum, frotzeln manche EU-Diplomaten in Brüssel, heiße der Aufbaufonds auch „Next Generation EU“.

Griechenland steuert auf 200 Prozent Schuldenquote zu. Italien auf 180 Prozent. Wäre das vor der Corona-Krise passiert, würden alle Alarmglocken schrillen. Doch jetzt bleiben sowohl Guntram Wolff als auch der Abgeordnete Ferber im Falle Griechenlands eher gelassen. Das Land habe sich in den letzten zehn Jahren ausreichend saniert. Von den sehr hohen Schulden gehe trotzdem keine Gefahr für die Eurozone aus, meint Finanzexperte Wolff. „Wir haben derzeit eine viel robustere Währungsunion. Wir haben einen Stabilitätsmechanismus in der Euro-Zone, wir haben den neuen EU-Aufbaufonds, wir haben auch eine Geldpolitik, die ihre Lektion gelernt hat.“

Sorgenkind Griechenland – oder doch eher Italien?

„Von den 27 EU-Staaten ist Griechenland das einzige, das seinen Wiederaufbau-Plan nach Corona auch an eine Reformagenda knüpft. Bei Griechenland bin ich weniger besorgt als bei anderen Ländern. Meine größte Sorge ist, um es ganz offen zu sagen, Italien“, sagt der EU-Abgeordnete Markus Ferber. Bei steigenden Zinsen oder einer Pleitewelle könnten der italienische Staat und die Banken schnell wieder in Schieflage geraten.

Mario Draghi, der neue Ministerpräsident Italiens und ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank, setzt auf eine klare Wachstumspolitik. Wachsen, um aus den Schulden herauszuwachsen. Das könne gelingen, meint Guntram Wolff: „Wenn Italien nur ein wenig mehr Wachstum hat, dann ist eine Finanzkrise sehr, sehr unwahrscheinlich.“ Spekulationen der Finanzmärkte könnten bei den derzeit extrem niedrigen Finanzierungskosten für Schulden vermieden werden.

Und wenn nicht? Das sei sehr unwahrscheinlich, sagt der Experte weiter. Alle großen Länder der Erde, allen voran die USA, verschulden sich im Moment. Die Schuldenquote der USA wird 2021 wohl auf 133 Prozent hochschnellen. Die Notenbanken sorgen für billiges Geld. Die Zinsen sind niedrig. Die Inflation auch. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, ermutigt zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt dazu, diesen Kurs erst einmal durchhalten. „Die Maßnahmen zu früh zu beenden, wäre falsch und würde zu einem Sprung über eine Klippe führen“, sagt Lagarde immer wieder auch den EU-Finanzministern. Also: Weiter Schulden machen. Nach der Pandemie sieht man weiter.

Autor: Bernd Riegert

Quelle: https://www.focus.de/finanzen/neuverschuldung-wer-bezahlt-die-corona-schulden-in-europa_id_13196099.html geladen am 16.04.2021

Südafrika kommt aus der Pandemiekrise

Gefährliche Virus-VarianteGilt als Risikogebiet: Südafrika steht gut da – aber Deutschland will’s nicht glauben

Lufthansa baut Südafrika-Flugangebot aus Uncredited/AP/dpa Der beliebte Touristenort Victoria and Alfred (V&A) Waterfront District in Kapstadt ist leer Sonntag, 18.04.2021, 12:35

Nach dem Fall der Apartheid am Kap hat sich Südafrika ein sympathisches Image aufgebaut. Touristen aus aller Welt strömten ins Land. Doch dann kamen mit Corona die Restriktionen. Nun hat das Land längst zur Normalität zurückgefunden – doch niemand mag es glauben.

Der 19. Februar war ein großer Tag für die Mediclinic in Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt: „Zero Covid Patients today“ hieß es auf großen Transparenten – „Heute null Covid-Patienten“. Seit Monaten rutschen in Südafrika die Infektionszahlen auf neue Tiefststände – und der Trend hält an. Gerade mal 1372 Neuinfektionen und 73 Todesfälle gab es diesen Donnerstag, bei einer Bevölkerung von rund 60 Millionen Menschen. Zum Vergleich: Deutschland zählt weit über 20.000 Neuinfektionen pro Tag.

Dennoch gilt Südafrika aus deutscher Sicht weiter als Hochrisikoland und unterliegt damit strengen Einreisebeschränkungen, die auch den Tourismus am Kap ausbremsen. Dagegen macht sich nun zunehmend Unmut breit. Denn in dem Land hat das Leben fast wieder Normalität erreicht.

Angesichts der konstant niedrigen Corona-Neuinfektionen werden daher Forderungen nach einer Lockerung der deutschen Reise-Restriktionen lauter. Tourismusministerin Mmamoloko Kubayi-Ngubane erklärte, dass ihr Ministerium deswegen bereits das Gespräch mit Staaten suche, die solch drastische Reiserestriktionen erlassen hätten.

Afrika am wenigsten von Corona betroffen

Dabei entsprechen die 4,4 Millionen Infektionen, die seit Ausbruch der Pandemie in ganz Afrika bisher dokumentiert wurden, global gesehen gerade mal einem Anteil von 3,3 Prozent. Rund 117.000 Menschen starben laut der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC bisher an den Folgen der Infektion. Auch wenn nach Ansicht von Experten die Dunkelziffer höher liegen könnte, so ist der gesamte afrikanische Kontinent im globalen Vergleich am wenigsten betroffen.

„Dass der afrikanische Kontinent bislang besser durch die Corona-Krise kam als erwartet, hat auch Fachleute überrascht; die Ansteckungszahlen blieben deutlich unter den Prognosen“, heißt es auch in einer Studie des Afrika-Zentrums der Hochschule Flensburg. Auch der wirtschaftliche Einbruch halte sich noch in Grenzen.

„Etwas mehr als zwei Prozent betrug der Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vergangenen Jahr; der Rückgang des BIP in Europa lag dagegen bei sieben Prozent“, heißt es in der Studie. Zentrumsdirektor Kay Pfaffenberger sagt: „Wir gehen daher davon aus, dass spätestens im kommenden Jahr das Vorkrisenniveau wieder erreicht sein wird.“

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

Südafrika leidet unter Imageschaden

Warum nun dieser Imageschaden? Man traut den Afrikanern kaum zu, dass sie effizient mit der Pandemie umgehen können und zweifelt ihre Angaben an, meint die Frankfurter Unternehmerin Hanna Kleber, deren PR-Firma Südafrikas Tourismusindustrie beraten hat. „Die Glaubwürdigkeit Südafrikas wird leider stets infrage gestellt: man glaubt der Regierung dort kaum, dass sie seriös testen kann“, sagt sie.

Seit Beginn der Pandemie wurden in dem am stärksten betroffenen Land Afrikas knapp 1,6 Millionen Infektionen registriert, rund 53.500 Menschen starben an den Folgen. Doch sank die Zahl der Neuinfektionen zuletzt drastisch. Die Heilungsquote liegt bei über 95 Prozent, die Regierung hob daher die meisten Restriktionen auf.

Selbst das Risiko einer drohenden dritten Welle in Südafrika wurde in einem Modell der Johannesburger Witwatersrand-Universität grade als gering eingestuft. „Der Tourismus ist eine der Industrien, die von der Covid-19-Pandemie am schwersten getroffen wurde“, sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa vor kurzem in seiner Rede an die Nation.

Dabei stellt die Tourismusindustrie mit rund neun Prozent Anteil am Bruttoinlandsprodukt eine wichtige Wirtschaftsstütze dar und sicherte vor Corona-Zeiten Hunderttausenden Südafrikanern ein Einkommen. Auch bei der großen Reisemesse „Africa Travel Weeks“ Anfang April in Kapstadt seien die Beschränkungen ein großes Thema gewesen, sagt die südafrikanische Tourismusexpertin Natalia Rosa. „In mindestens acht der Diskussionsforen wurde der schlechte Ruf thematisiert“, sagt sie und betont: „Afro-Pessimusmus ist ein Problem.“

„Südafrikanische Variante“

Südafrika habe ungerechtfertigt ein Image-Problem – obwohl es bei der Pandemie vergleichsweise gut da stehe. Besonders schlecht für das Image sei der Name „südafrikanische Variante“. „Viren-Mutationen gibt es immer wieder; aber wenn das in New York oder irgendwo in Deutschland entdeckt wird, spricht niemand von einer New Yorker oder deutschen Variante“, meint Rosa.

Auch die Tourismusministerin bestätigt in einem Interview: „Das hat die Marke Südafrika ziemlich beschädigt.“ Südafrika hat seit August 2020 seine Grenzen geöffnet – doch der internationale Tourismus bricht weg. Viele Lodgebesitzer können Schulden oder Fixkosten nicht mehr decken.

Deutschland stufte Südafrika als Corona-Risikogebiet ein

Die Lufthansa hat ihr Flugangebot von und nach Südafrika aufgestockt, nachdem sie es zu Jahresbeginn aufgrund von Einschränkungen beim Reiseverkehr wegen einer neuen Coronavirus-Variante reduziert hatte. Wegen dieser ansteckenderen Variante stufte die Bundesregierung Südafrika als Corona-Risikogebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen ein.

Aus Sicht des am Kap wohnenden Deutschen Franz-Josef Link (59) ist das Unfug. Er brachte daher eine Online-Petition auf den Weg mit der Forderung, Südafrika von der Restriktionsliste zu streichen. „Ich hatte sie am (vergangenen) Samstag gestartet“, sagte der aus Aschaffenburg stammende Link. Innerhalb kurzer Zeit fand er Hunderte Unterstützer.

Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/gefaehrliche-virus-variante-gilt-als-risikogebiet-suedafrika-steht-gut-da-aber-deutschland-wills-nicht-glauben_id_13203137.html geladen am 18.04.2021

Blog erstellen in 2021: Der ultimative Guide für Anfänger

Finn HillebrandtFinn Hillebrandt447 Kommentare19. Januar 2021

Eigenen Blog erstellen in 2020

Du hast den Entschluss gefasst, einen eigenen Blog zu erstellen.

Doch es schwirren tausende Fragen in deinem Kopf herum:

Welche Blogplattformen gibt es? Wo kann ich kostenlos einen Blog erstellen? Wie finde ich das richtige Thema für den eigenen Blog? Wie bekomme ich Besucher? Und wie kann ich als Blogger überhaupt Geld verdienen?

Keine Sorge!

Denn das hier ist die Anleitung, die ich gerne vor 8 Jahren gehabt hätte, als ich selbst einen Blog erstellen wollte (und absolut planlos war).

In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du einen Blog startest.

Ich nehme dich an die Hand und beantworte alle wichtigen Fragen, damit du einfacher ans Ziel kommst und typische Anfänger-Fehler vermeidest (sollten deine Fragen nicht im Laufe des Artikels geklärt werden, schreib mir gerne einen Kommentar!).InhaltsverzeichnisAnzeigen

8 Schritte, um einen Blog zu erstellen

Ein kurzer Überblick darüber, was dich erwartet:

  1. Eine Blog-Plattform aussuchen
  2. Das richtige Thema auswählen
  3. Blognamen und Domain finden
  4. Hosting finden
  5. WordPress installieren
  6. WordPress richtig konfigurieren
  7. Ein WordPress-Theme finden
  8. Wichtige Seiten anlegen

Keine Sorge, ich begleite dich bei jedem einzelnen der Schritte. Wie in der Einleitung versprochen.

Antworten auf die häufigsten Fragen findest du am Ende dieses Guides (Punkt 9).

1. Eine Blog-Plattform aussuchen

Du bist vielleicht dazu geneigt, deinen Blog bei Diensten wie BlogspotWordPress.com, Tumblr, Wix oder Jimdo zu erstellen.

Ist ja schließlich kostenlos. Und du kannst einfach drauflos schreiben.

Aber, wenn du es halbwegs ernst mit dem Bloggen meinst, rate ich dir dringend von diesen Diensten ab.

Ich empfehle dir deinen Blog stattdessen auf einem eigenen Webhosting-Paket zu betreiben. Mit einer selbst installierten, konfigurierten und gepflegten WordPress-Installation und einer eigenen Domain.

Der Einstieg in WordPress ist zwar etwas schwieriger. Aber du bist deutlich flexibler und kannst deinen Blog so gestalten und erweitern, wie du möchtest.

Dort bist du Besitzer und nicht Mieter.

Das spielt anfangs vielleicht eine nebengeordnete Rolle, aber wenn du irgendwann deinen Besuchern mehr bieten möchtest, schaust du in die Röhre. Und ein späterer Wechsel zu einem selbst gehosteten Blog ist immer mit viel Arbeit, Stress und Besucherverlusten verbunden…

Glaub mir.

Sei also nicht geizig oder bequem. Tu dir den Gefallen und hoste selbst!

Und nein, teuer ist das Ganze auch nicht:

Mit ca. 5 € im Monat bist du dabei (das ist weniger als ein Venti Caramel Frappucino von Starbucks).

Was ist WordPress?

WordPress(.org) ist eine kostenlose Open-Source-Software, mit der du einfach und schnell einen Blog erstellen kannst. Mittlerweile werden über 39 % aller Websites weltweit (!) mit WordPress betrieben, womit es die mit Abstand am meisten genutzte Plattform ist. Mithilfe von Themes und Plugins kannst du deine Website komplett nach deinen Wünschen gestalten und erweitern.

Der Dienst WordPress.com basiert ebenfalls auf WordPress, mit dem Unterschied, dass es weniger flexibel ist, weniger Funktionen bietet und man nicht in den Quellcode eingreifen kann, weswegen ich davon eher abrate.

2. Das richtige Thema auswählen

Die Frage ist einfach zu beantworten:

Etwas, wofür du Leidenschaft empfindet. Etwas, was dich wirklich und wahrhaftig interessiert. Etwas, wofür du brennst.

Nimm dir kurz Zeit, um die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Kannst du dir vorstellen, dich jeden Tag mit dem Thema zu beschäftigen?
  • Kannst du dir vorstellen, Videos zu dem Thema zu machen oder ein Buch darüber zu schreiben?
  • Oder Vorträge darüber zu halten?
  • Wenn du dich mit Zettel und Stift für eine halbe Stunde hinsetzt, kommt du dann auf 20 Ideen für potenzielle Artikel?
  • Erzählst du oft und viel deinen Freunden von diesem Thema?

Wenn du alle oder die meisten Fragen mit Ja beantworten kannst, ist das Thema das richtige.

Mit einem Thema Geld verdienen zu können, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Vor allem, wenn du hauptberuflich Blogger werden möchtest.

Allerdings sollte dies immer an zweiter Stelle stehen. Denn du kannst in vielen Bereichen Geld verdienen. Umso mehr, wenn du Experte in deinem Thema bist und deinen Lesern geniale Inhalte liefern kannst.

Von Vorteil ist es auch, eine Nische innerhalb deines Themas zu finden. Die kannst du dann als Alleinstellungsmerkmal für deinen Blog nutzen. Bei Blogmojo ist das z. B. Suchmaschinenoptimierung und Datenschutz für Blogs.

Kleines Website-Einmaleins

Hier findest du die wichtigsten Website-Begriffe und ihre Bedeutungen:

  • Website: Gesamtheit aller Inhalte auf einer Domain
  • Webseite: Unterseite einer Website
  • Homepage: Startseite einer Website
  • Blog: Website mit (meist) chronologischer Anzeige von Beiträgen, oft auch Teil einer Website
  • URL: Komplette Internet-Adresse, die im Browser erscheint (z. B. https://www.blogmojo.de/blog-erstellen/)
  • Domain: https://www.blogmojo.de/blog-erstellen/ (Teil der URL, der rot markiert ist)
  • Sub-Domain: https://lernen.blogmojo.de (einer Domain untergeordnete Domain)
  • Permalink: https://www.blogmojo.de/blog-erstellen/ (der Teil der URL, der nach der Domain kommt)
  • Host/Hoster: Dienstleister, der den Server bereitstellt, auf dem die Dateien und Datenbanken für deine Website liegen

3. Blognamen und Domain finden

Wenn du einen eigenen Blog erstellen willst, braucht dein Blog einen Namen (z. B. Blogmojo).

Und eine am besten gleichlautende Domain, wie z. B. blogmojo.de. Unter dieser ist dein Blog und dessen Artikel später im Browser abrufbar (der pinke Teil der URL):

URL mit HTTP-Protokoll, Subdomain, Domain, Permalink/Verzeichnis erklärt

Bei der Auswahl von Blognamen und Domain solltest du auf Folgendes achten:

  • Je kürzer der Name, desto besser (am besten unter 16 Zeichen)
  • Am besten Umlaute (ä, ü, ö) oder Eszett (ß) vermeiden, denn die Wiedergabe im Domainnamen ist unschön (z. B. unschoen.de oder heiss.de)
  • Die Schreibweise des Namens sollte den meisten Menschen klar sein
  • Aus dem Blognamen sollte erkennbar sein, worum es auf deinem Blog geht
  • Für einen deutschen Blog eignet sich am besten eine .de-Domain (.com und .net sind ebenfalls akzeptabel)

Noch ein Wort der Warnung, bevor du loslegst:

Bitte mach nicht den Fehler zu viel Zeit mit der Namenswahl zu verbringen.

Dein Blogname muss nicht superkreativ und clever sein.

Merke:

Ein klarer und einfach zu merkender Blogname ist in 99 % aller Fälle einem cleveren vorzuziehen.

Und wenn du nach ein paar Wochen feststellt, dass dir der Name nicht mehr gefällt, kannst du immer noch auf eine andere Domain wechseln. Wenn du schon eine Website hast, auf der zusätzlich ein Blog entstehen soll, kann es Sinn ergeben, diesen auf einer Subdomain (z. B. blog.deinewebsite.de) oder als Unterverzeichnis (z. B. deinewebsite.de/blog/) einzurichten anstatt eine komplett neue Domain zu nutzen.

3.1 Dein eigener Name als Domain?

In manchen Fällen kann es Sinn ergeben, deinen eigenen Namen als Domain für deinen Blog oder deine Website zu wählen.

Vor allem, wenn du selbst als Experte oder Person bei deinem Blog im Vordergrund stehst, z. B. als Coach, Berater, Freelancer, Künstler, Model oder Autor.

Deinen Namen als Domain zu wählen hilft dir dabei, eine Personenmarke aufzubauen und hat zudem den Vorteil, dass du dich thematisch nicht einschränkst.

Allerdings solltest du lieber einen Fantasienamen wählen, wenn:

  • Du deinen Blog als Team betreibst
  • Du dir die Möglichkeit offen halten möchtest, deinen Blog oder dein Online-Business später zu verkaufen

3.2 Ist deine Domain noch frei?

Ob für einen Namen Domains noch frei sind oder ob du dadurch möglicherweise Markenrechte verletzt, kannst du sehr gut bei Markenchk.de überprüfen:

Markenrecherche für Blognamen mit MarkenChk

4. Hosting finden

Du hast eine passende Domain gefunden?

Super!

Jetzt geht es daran, den passenden Hosting-Anbieter zu finden.

Für Domain und Hosting kannst du zwei verschiedene Anbieter wählen. Am einfachsten ist es jedoch, beides aus einer Hand zu erwerben.

Aber Achtung:

Mache nicht den Fehler und geh zu einem der großen Massenhoster, wie z. B. IONOS, DomainFactory, HostEurope, Strato oder One.com!

Massenhoster locken mit günstigen Preisen, aber letzten Endes zahlst du drauf. Zum Beispiel durch hohe Ausfallzeiten und langsame Ladezeiten, wie mein Webhosting-Vergleich gezeigt hat. Oder weil dich der Kundenservice gerade dann im Stich lässt, wenn du ihn am dringendsten benötigst.

Ich bin seit 2016 Kunde beim deutschen Hoster webgo und könnte nicht zufriedener sein.

Die Preise sind fair und die Hosting-Pakete top ausgestattet. Der Kundenservice ist freundlich, kompetent und antwortet blitzschnell (per Livechat innerhalb weniger Minuten).

Und bis jetzt hatte ich keinen einzigen Serverausfall.

WordPress-Blog eröffnen mit webgo CMS Pro

Für Anfänger kann ich das Webhosting-Paket CMS Pro empfehlen. Dabei handelt es sich um einen Sondertarif mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Es bietet 40 GB Speicher, unbegrenzt viele SSD-Datenbanken, kostenlose SSL-Zertifikate (ein absolutes Muss für deinen Blog!) und eine Inklusiv-Domain. Also alles, was du als Anfänger brauchst, um einen WordPress-Blog zu erstellen!

Als Neukunde bekommst du die ersten 6 Monate kostenlos und zahlst danach nur 4,95 € pro Monat (inkl. MwSt.).Spar-Tipp: Wenn du den Gutschein-Code blogmojo während des Bestellvorgangs (bei der Angabe deiner persönlichen Daten) eingibst, bekommst du noch einmal 10 € Rabatt. Damit zahlst also nur 19,70 € im ersten Jahr!

Jetzt mit webgo CMS Pro starten!

5. WordPress installieren

Hast du dein Hosting-Paket gebucht, kannst du mit der Installation und Einrichtung von WordPress anfangen.

Das sollte etwa eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen.

Dazu sind folgende Schritte notwendig (keine Angst, es ist einfacher als es sich zunächst anhört):

  1. Ein SSL-Zertifikat einrichten
  2. Datenbank anlegen
  3. WordPress-Dateien in deutscher Sprache als ZIP-Datei herunterladen und entpacken
  4. wp-config-sample.php in wp-config.php umbenennen und Zugangsdaten zu Datenbank (Datenbankname, Datenbankbenutzer und Passwort) eintragen
  5. Mit dem Programm FileZilla alle Dateien auf deinen FTP-Server übertragen (in das Verzeichnis, das deiner Domain zugeordnet ist)
  6. Deine Blog-URL aufrufen und den Installationsanweisungen folgen

Hier findest du eine Anleitung, in der ich dir alle Schritte einfach und verständlich erkläre: WordPress installieren: Die idiotensichere Anleitung (inkl. Trouble-Shooting!)

Mit vielen Screenshots und bis ins kleinste Detail für Anfänger beschrieben.

Am Ende der Anleitung findest du auch noch einen Troubleshooting-Abschnitt mit häufigen Problemen und deren Lösungen. Es kann also nichts schief gehen!

6. WordPress richtig konfigurieren

Du hast WordPress installiert?

Super!

Dann geht es jetzt daran deinen WordPress-Blog zu gestalten und richtig zu konfigurieren.

Zuerst solltest du diese 4 Dinge tun, um optimal mit WordPress arbeiten zu können und später keinen Ärger damit zu bekommen:

6.1. Standard-Plugins (Hello Dolly und Akismet) löschen

WordPress mit zwei vorinstallierten Plugins ausgeliefert:

  1. Akismet (einem Anti-Spam-Plugin)
  2. Helly Dolly (einem sinnlosen Plugin, das Zitate in WordPress anzeigt)

Die solltest du löschen. Ersteres ist nicht datenschutzkonform. Zweiteres absolut unnütz.

Dazu gehst du links in der Seitenleiste auf Plugins, setzt einen Haken in die Checkbox vor beiden Plugins und wählst weiter oben Löschen aus:

Akismet und Hello Dolly löschen

6.2 Beispiel-Seite und -Beitrag löschen

Damit überhaupt Inhalt auf deiner neuen Website angezeigt wird, legt WordPress bei der Installation eine Beispiel-Seite und einen Beispiel-Beitrag an.

Diese Demo-Inhalte solltest du löschen (oder wahlweise die entsprechende Seite bzw. den Post mit vernünftigem Inhalt füllen).

Den Beispiel-Beitrag (mit dem Titel “Hallo Welt”) findest du unter Beiträge > Alle Beiträge:

Beispiel-Beitrag

Die Beispiel-Seite findest du unter Seiten > Alle Seiten:

Beispiel-Seite

6.3. Permalinks auf Beitragsname stellen

Die Permalinks bestimmen, wie die URLs deiner Blogbeiträge aussehen. Standardmäßig enthalten dieses das Veröffentlichungsdatum und sehen so aus:

https://www.blogmojo.de/2018/01/01/titel-deines-blogbeitrags/

Das ist aus mehreren Gründen problematisch. Zum einen werden dadurch deine URLs länger, wodurch sie schwerer zu merken sind. Zum anderen verändert sich dadurch jedes Mal die URL deines Beitrags, wenn du das Veröffentlichungsdatum änderst.

Das wollen wir vermeiden, also stellen wir die Permalink-Struktur unter Einstellungen > Permalinks auf Beitragsname um:

Beste Permalink-Einstellungen für SEO in WordPress

Danach sehen deine URLs so aus:

https://www.blogmojo.de/titel-deines-blogbeitrags/

Sieht doch schöner aus oder?

6.4 WordPress-Plugins installieren

WordPress-Plugins dienen dazu, die Funktionen von WordPress zu ergänzen oder zu verändern.

Plugins sind einer der vielen Gründe, warum ich WordPress liebe!

Und davon gibt es jede Menge.

Allein im WordPress Repository finden sich über 54.000 kostenlose Plugins. Dazu kommen Zehntausende kostenlose und kostenpflichtige Plugins, die außerhalb des Repositorys angeboten werden.

Die meisten davon brauchst du selbstverständlich nicht. Einige sind jedoch Pflicht, um das Beste aus deinem Blog herauszuholen:

  • Rank Math (um deinen Blog für Google zu optimieren, z. B. Meta-Einstellungen und Sitemaps)
  • Antispam Bee (zur automatischen Erkennung von Spam-Kommentaren)
  • Shariff Wrapper (zur Anzeige von datenschutzkonformen Social-Sharing-Buttons).
  • Updraft Plus (zum Einrichten automatischer Backups)
  • Cache Enabler (zum Caching deiner Website, verbessert die Ladezeit mitunter um das 10-fache!)

Je nachdem, was du mit deinem Blog vorhast, kann es sein, dass du weitere Plugins benötigst. In meinem Artikel Die besten WordPress-Plugins findest du eine gute Auswahl.

7. Ein WordPress-Theme finden

Hast du die Grundeinstellungen für WordPress vorgenommen und die wichtigsten Plugins installiert, geht es jetzt ans Design!

Zunächst solltest du dir ein schönes Theme aussuchen, das dir gefällt und zu deinem Blog-Thema passt.

Standardmäßig sind die drei Themes Twenty Nineteen, Twenty Seventeen und Twenty Sixteen installiert.

Eine riesige Auswahl an kostenloses Themes findest du im WordPress Theme-Verzeichnis.

Dieses erreichst du, indem du im WordPress-Adminbereich zu Design > Themes gehst und dort auf den kleinen Button Hinzufügen über der Theme-Auswahl oder den großen Plus-Button Neues Theme hinzufügen in der Theme-Auswahl klickst:

Anschließend werden dir verfügbare Themes direkt in WordPress angezeigt:

Theme-Verzeichnis von WordPress

Um dir die Suche nach dem passenden Theme zu erleichtern, habe ich dir in meinem Artikel 29 geniale WordPress-Themes für deinen Blog eine praktische Vorauswahl zusammengestellt.

8. Wichtige Seiten anlegen

Es gibt bestimmte Seiten, die jede Website und jeder Blog haben sollte.

Dazu zählen:

  • Eine “Über mich”-Seite erstellen, um deinen Lesern zu zeigen, wer du bist und was du ihnen bieten kannst.
  • Ein Impressum (die “gesetzlich vorgeschriebene Anbieterkennzeichnung”)
  • Eine Datenschutzerklärung
  • Eine Kontakt-Seite mit einem Kontaktformular (optional)
  • Eine “Arbeite mit mir”-Seite (optional, falls du Dienstleistungen über deine Website anbietest)

Ein Impressum und eine Datenschutzerklärung solltest du sicherheitshalber auch dann erstellen, wenn du deinen Blog nur privat betreibst. So bist du rechtlich auf der sicheren Seite!

Eine Seite kannst du anlegen, indem du im WordPress-Adminbereich in der rechten Seitenleisten auf Seiten klickst.

Anschließend klickst du auf Erstellen in der Seitenleiste oder auf den Button Erstellen neben dem Titel der Seitenübersicht:

Neue Seite in WordPress erstellen

Wie du im Screenshot sehen kannst, wird mit der WordPress-Installation schon standardmäßig eine Seite zur Datenschutzerklärung angelegt (allerdings unvollständig und nur als Entwurf).

Seiten vs. Beiträge in WordPress

Beiträge nutzt du in WordPress, um Blogartikel, News oder Ankündigungen zu schreiben. Sie werden nach Datum sortiert auf der Startseite angezeigt. Zudem lassen sie sich in Kategorien und Schlagwörter einordnen.

Seiten benutzt du in WordPress für allgemein gültige Inhalte ohne Datumsbezug, wie z. B. Impressum, Datenschutzerklärung, Lexikon-Einträge, Über-mich-Seite, Kontakt-Seite oder Ähnliches. Seiten kannst du nicht in Kategorien oder Schlagwörter einordnen, dafür aber deren Hierarchie festlegen (z. B. als Ober- oder Unterseite zu einer anderen Seite).

9. Häufige Fragen

Hier habe ich dir die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt:

9.1 Warum WordPress als Blog-Software?

Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum du dich für WordPress als Blog-Plattform entscheiden solltest.

Hier sind die 8 wichtigsten:

  1. Es ist einfach zu installieren.
  2. Die Nutzung der Software ist komplett kostenlos.
  3. WordPress-Hosting bekommt man für wenige Euro pro Monat.
  4. WordPress ist extrem gut dokumentiert. Es gibt tausende Anleitungen zu den verschiedenen WordPress-Funktionen.
  5. Da 38 % aller Websites weltweit mit WordPress laufen, gibt es eine riesige Community aus Gleichgesinnten. Du hast eine Frage? Kein Problem. in 99,9 % aller Fälle hatte sie schon irgendjemand vor dir und du kannst die Antwort einfach googeln.
  6. WordPress lässt sich beliebig mit vorgefertigten Themes im Design verändern und mit Plugins um jede erdenkliche Funktion erweitern.
  7. Es wird ständig weiterentwickelt.
  8. WordPress eignet sich als CMS (Content-Management-System) nicht nur als Grundlage für einen Blog, sondern auch als Business-Website, Forum, Mitgliederbereich, Verzeichnis, Portfolio uvm.

9.2 Ist es möglich, einen privaten Blog zu erstellen?

Ja, es ist möglich einen, privaten und nicht-öffentlichen Blog zu erstellen, der nur für einen bestimmten Personenkreis zugängig ist (z. B. für Familie oder Freunde).

Das ergibt zum Beispiel Sinn für einen Blog zum Auslandsjahr, einen privaten Reiseblog oder ein Online-Tagebuch, das du vor anderen geheim halten möchtest.

Ich empfehle für diesen Fall einen Blog bei WordPress.com zu erstellen (also nicht selbst zu hosten) und diesen dann unter den Privatsphäre-Einstellungen auf geheim zu stellen.

9.3 Wie viel kostet ein Blog?

Wenn du dich an meine Anleitung hältst, kommst du lange Zeit mit 5 bis 10 € pro Monat aus.

Du hast anfangs nur Kosten für Domain und Hosting.

Wenn du möchtest, dass dein Blog schneller wächst, kannst du natürlich immer mehr Geld investieren (z. B. für Tools, bestimmte WordPress Plugins, ein Premium-Theme oder Online-Kurse).

Das ist aber kein Muss.

9.4 Kann ich auch einen Blog kostenlos erstellen?

Ja, es gibt Möglichkeiten, dir kostenlos einen Blog zu erstellen.

Aber das ist keine gute Idee.

Glaub mir.

Vor allem, wenn du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest und er kein reines Privatvergnügen ist.

Warum? Hier sind acht Gründe, dich gegen eine kostenlose Blogplattform zu entscheiden:

  1. Niemand stellt dir aus reiner Nächstenliebe einen kostenlosen Blog zur Verfügung. Jeder Anbieter möchte irgendwie mit seiner Plattform Geld verdienen. Sei es durch Werbeeinblendungen auf deinem Blog, Werbe-E-Mails, Verkauf der Nutzerdaten oder nervige Aufforderungen Premium-Mitglied zu werden.
  2. Gratis-Plattformen bieten nur grundlegende Features an. Das stellt anfangs vielleicht kein Problem dar. Aber wenn dein Blog wächst und du ihn erweitern oder für dich anpassen möchtest, hast du das Nachsehen.
  3. Da du kein zahlender Kunde bist, bekommst du wenig bis gar keinen Support.
  4. Wir schätzen etwas mehr, wenn wir dafür bezahlen. Du bist motivierter, deine Ziele mit deinem Blog zu erreichen, wenn du ein paar Euro im Monat dafür ausgibst.
  5. Wenn eine Blog-Plattform Pleite geht, kommst du möglicherweise nicht mehr an deine Daten heran (so geschehen z. B. mit der deutschen Plattform blog.de).
  6. Viele kostenlose Blogplattformen, darunter auch die größten Anbieter Blogger.com und WordPress.com, lassen sich nicht datenschutzkonform nutzen. Dass heißt, dass du möglicherweise für die Nutzung einer solchen Plattform abgemahnt werden kannst.
  7. Wenn du eine Weile bloggst, wirst du Inspirationen bei anderen Bloggern suchen. Du wirst öfter mal coole Funktionen oder Designs sehen, die du für deinen Blog auch haben willst. Das Problem? Du kannst sie auf deiner kostenfreien Blogplattform nicht umsetzen…
  8. Ein späterer Umzug zu einem selbst gehosteten WordPress-Blog ist sehr zeitaufwändig und nervig. Und wenn du jemanden engagierst, der deinen Blog umzieht, wirst du mit Sicherheit einige hundert Euro los.

Diese acht Gründe konnten dich nicht überzeugen? Du kannst dir 5 € pro Monat wirklich nicht leisten? Oder du weißt sicher, dass dein Blog rein privat bleiben wird?

Dann nimm WordPress.com. Dort ist der spätere Umzug zu einem selbst gehosteten Blog am einfachsten:

Kostenlosen Blog erstellen mit WordPress.com

Aber sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.

9.5 Warum einen Blog erstellen?

Es gibt eine Million gute Gründe, um einen Blog zu starten. Diese fünf sind wahrscheinlich die beliebtesten:

  • Von zu Hause Geld verdienen: Als Blogger kannst du von zu Hause (oder von irgendwo auf der Welt) Geld verdienen. Ich bin seit 7 Jahren Vollzeit-Blogger und habe mittlerweile Monate, in denen ich fünfstellige Umsätze mache. Bloggen ist zwar zeitaufwändig und kann harte Arbeit sein, aber ist mit wenig Risiko und wenig anfänglichen Kosten verbunden.
  • Autor werden: Ein Blog ist ein guter Startpunkt, wenn du Autor werden möchtest. Ein Roman oder Sachbuch verkauft sich deutlich besser, wenn du schon ein Publikum hast.
  • Kunden für dein Unternehmen gewinnen: Ein Blog ist ein großartiges Mittel, um Kunden für dein Unternehmen zu gewinnen (z. B. wenn du Coach, Berater oder Freelancer bist). Oder die (Marken-)Bekanntheit deines Unternehmens zu steigern.
  • Online-Kurse verkaufen: Ein Blog eignet sich sehr gut dazu, um dich als Experte in einer Nische zu etablieren und Online-Kurse an deine Leser zu verkaufen.
  • Einfach schreiben: Auch, wenn du einfach nur schreiben, dein Leben mit anderen teilen, andere inspirieren oder eine Community aufbauen willst, ist ein Blog das ideale Mittel dazu.

9.6 Worüber sollte ich am besten schreiben?

Der Erfolg deines Blogs hängt immer von deinen Lesern ab:

Je mehr du deine Leser verstehst, desto mehr kannst du Ihnen bieten. Und desto eher werden Sie deine Blogartikel teilen, deinen Newsletter abonnieren oder zu Kunden werden.

Lern also deine Leser besser kennen.

Finde heraus, welche Probleme, Ängste, Sorgen und Ziele sie haben. Finde heraus, welche ihre brennendsten Fragen sind. Finde heraus, was sie um 2 Uhr nachts wach hält.

Dazu kannst du zum Beispiel:

  • Andere erfolgreiche Blogs in deinem Thema lesen (auch die Blogkommentare!)
  • Facebook-Gruppen und Foren zu deinem Thema beitreten
  • Schauen wonach deine Leser bei Google suchen (z. B. mit dem KWFinder oder Google Trends)
  • Mit Tools wie BuzzSumo oder Alltop Blogartikel finden, die sehr beliebt sind und oft geteilt wurden

9.7 Wie bekomme ich Besucher?

Es gibt viele Besucherquellen für deinen Blog, wie z. B.:

  • Google (und andere Suchmaschinen)
  • Facebook, Twitter, Pinterest und andere soziale Netzwerke
  • Andere Blogger und Influencer
  • YouTube
  • Newsletter
  • Verweise von anderen Websites (z. B. aus Foren, anderen Blogs oder Online-Magazinen)
  • Offline-Marketing (Zeitung, Fernsehen, Merchandising etc.)

Für Anfänger empfehle ich Facebook-Gruppen oder Pinterest. Auch das Netzwerken mit anderen Bloggern ist extrem wichtig.

Weitere Möglichkeiten, um Besucher zu bekommen, findest du in meinem ausführlichen Guide Tipps und Ideen, wie du deinen Blog bekannt machen kannst.

9.8 Wie kann ich als Blogger Geld verdienen?

Als Blogger gibt es viele verschiedene Wege, wie man Geld verdienen kann, wie z. B.:

  • Bannerwerbung (Einbindung eines Werbebanners in den eigenen Blog. Die Bezahlung erfolgt entweder als Festpreis oder pro Klick auf das Werbebanner)
  • Affiliate-Marketing (Einbindung sogenannter Affiliate-Links in den Blog, die zu einem Online-Shop weiterleiten. Klickt jemand auf den Link und kauft etwas in dem Online-Shop, wirst du mit einer Provision am Verkauf beteiligt.)
  • Kooperationen/Sponsored Posts (Du wirst für das Veröffentlichen eines werbenden Blog- oder Social-Media-Posts bezahlt, meist über ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung)
  • Verkauf von Links zu einer anderen (als Einmalzahlung oder Miete)
  • Eigene Produkte anbieten (z. B. E-Books oder Online-Kurse)
  • VG Wort (so etwas wie die GEMA für Verlage und Schriftsteller)
  • Vorträge halten oder Konferenzen veranstalten
  • Beratung, Coaching oder andere Dienstleistungen (ein Blog ist eine tolle Möglichkeit, um Kunden zu gewinnen!)
  • Spenden sammeln (z. B. über einen PayPal-Spendenbutton)

Welche Möglichkeiten es noch gibt, mit dem Bloggen Geld zu verdienen findest du in meinen Artikel 14 Wege, mit deinem Blog Geld zu verdienen (die auch funktionieren).

9.9 Wie viel Geld kann ich als Blogger verdienen?

Du kannst durchaus mit dem Bloggen viel Geld verdienen.

Wir verdienen mit unseren Blogs fünfstellig im Monat (mittlerweile nicht nur Umsatz, sondern auch Gewinn). Und wir müssen dazu noch nicht einmal das Haus verlassen.

Manche Blogger verdienen sogar noch mehr!

Wie für jedes andere Business gilt jedoch:

Du musst hart dafür arbeiten. Vor allem in der Anfangsphase musst du viel Zeit in deinen Blog investieren und Opfer bringen.

Denn als Blogger wirst du nicht über Nacht erfolgreich.

9.10 Kann ich auch anonym bloggen?

In Deutschland gilt die Impressumspflicht, auch Anbieterkennzeichnungspflicht genannt.

Das heißt, du musst auf deinem Blog deinen Namen, deine Adresse und Kontaktdaten offenlegen.

Das gilt auch, wenn dein Blog nur ein Hobby ist und du kein Geld damit verdienst. In seinem Leitfaden zur Impressumspflicht schreibt das BMJV (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz) dazu:

Die Anbieterkennzeichnungspflicht muss praktisch von jedem, der ein Online-Angebot bereithält, erfüllt werden. Etwas anderes gilt nur bei Angeboten, die ausschließlich privaten oder familiären Zwecken dienen und die keine Auswirkung auf den Markt haben. Im Zweifel sollten Sie davon ausgehen, dass die Anbieterkennzeichnungspflicht besteht.

Das lässt sich leider nicht umgehen.

Du kannst allerdings halbwegs anonym bloggen, wenn du:

  1. Suchmaschinen verbietest, dein Impressum und deine Datenschutzerklärung in den Suchergebnissen anzuzeigen (das ist z. B. möglich mit dem kostenlosen Plugin Yoast SEO)
  2. Deinen vollen Namen nirgendwo sonst auf der Website erwähnst

So verhinderst du zumindest, dass jemand deinen Blog findet, wenn er deinen Namen googelt.

9.11 Was ist, wenn ich zwei oder drei Blogs starten möchte?

Beim von mir empfohlenen Hosting-Paket webgo CMS Pro kannst du problemlos zwei oder mehr WordPress-Blogs gleichzeitig hosten.

Es bietet mit 40 GB genügend Speicherplatz und du kannst beliebig viele Datenbanken, Domains und E-Mail-Adressen anlegen.

Ich empfehle dir allerdings, dich auf einen Blog zur Zeit zu konzentrieren und erst einen neuen zu starten, wenn der erste gut läuft.

9.12 Bin ich mit meinem Blog dann direkt online?

Ja, wenn du einen WordPress-Blog erstellst, dann bist du direkt online.

Aber, um dich zu beruhigen:

Das heißt nicht, dass gleich hunderte oder tausende Besucher auf deinen Blog kommen. Online zu sein, heißt nicht automatisch sichtbar zu sein.

Solange niemand deine Website-Adresse/Domain kennt und direkt in die Adresszeile im Browser eingibt, wird auch anfangs niemand auf deinen Blog kommen.

Zusätzlich kannst du in WordPress unter Einstellungen > Lesen einstellen, dass dein Blog nicht in Suchmaschinen aufgenommen werden soll:

Sichtbarkeit für Suchmaschinen in WordPress einstellen

So kannst du z. B. vorerst verhindern, dass jemand deinen Blog findet, wenn er deinen Namen bei Google eingibt (sofern du diesen auf deinem Blog erwähnst).

Den Haken kannst du übrigens auch direkt im Installationsprozess setzen:

Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren

Eine weitere Möglichkeit:

Mit dem Plugin Under Construction kannst du eine Baustellen-Seite anzeigen lassen. Diese wird nur normalen Besuchern angezeigt, während du als Admin in Ruhe an deinem Blog tüfteln kannst. Und wenn dein Design dann steht, kannst du die Baustellen-Seite einfach ausschalten.

9.13 Sollte ich meinen Blog in mehreren Sprachen anbieten?

Es ergibt durchaus Sinn, einen Blog in mehreren Sprachen anzubieten. Denn dadurch kann deine Zielgruppe deutlich größer werden.

Ich empfehle dir doch erst einmal mit einer Sprache anfangen und dich darauf konzentrieren. Denn du musst bedenken, dass du bei zwei oder drei Sprachen auch zwei oder dreimal so viel Zeit darin investieren musst, um deinen Blog bekannt zu machen. Von der Übersetzungsarbeit mal abgesehen.

Als Faustregel gilt:

Füge erst eine Sprache hinzu, wenn du schon mit einer Sprache erfolgreich bist.

Was du auch bei einem mehrsprachigen Blog bedenken solltest:

Der Ort des Hosts und der Setup.

Wenn du dich mit deinem Blog an US-Amerikaner wendest, dann sollte idealerweise dein Server auch in den USA stehen. Als Alternative bietet sich die Nutzung eines CDNs (Content Delivery Network) mit Servern auf der ganzen Welt an, wie z. B. Cloudflare oder KeyCDN an. Damit könntest du auch einen Host aus Deutschland nehmen.

Technisch kannst du die Mehrsprachigkeit z. B. mit einer Multisite-Installation in Kombination mit dem kostenpflichtigen Plugin WPML umsetzen:

Einen mehrsprachigen Blog mit dem Plugin WPML einrichten

Als Anfänger würde ich dir von diesem recht komplexen Unterfangen jedoch vorerst abraten.

9.14 Was muss ich bezüglich der DSGVO bei meinem Blog beachten?

Die DSGVO ist weniger schlimm als sie sich anhört!

Wenn du einen neuen WordPress-Blog erstellst, solltest du folgendes umsetzen:

  • Verhindere, dass IP-Adressen von Kommentatoren gespeichert werden (einfach das Plugin DSGVO Tools: Kommentar-IP entfernen installieren)
  • Installiere ein SSL-Zertifikat (wie man das macht, ist schon in meiner Installations-Anleitung für WordPress enthalten)
  • Schließe einen AV-Vertrag mit deinem Hosting-Anbieter ab (geht bei webgo z. B. mit wenigen Klicks im Kundenbereich)
  • Lege eine Seite mit einer Datenschutzerklärung an (du kannst sie dir kostenlos mit dem Datenschutz-Generator von Dr. Schwenke erstellen)
  • Entferne Gravatare mit dem Plugin WP User Avatar und ersetze diese durch ein eigenes Bild
  • Spam-Kommentare kannst du mit Antispam Bee bekämpfen, ohne dass personenbezogene Daten von Kommentatoren dabei verarbeitet werden
  • Wie du YouTube Videos möglichst datensparsam einbindest, erfährst du in diesem Guide.
  • Vermeide Embeds sowie Embed-Blöcke im neuen Gutenberg-Editor (das heißt, das automatische Einfügen externer Inhalte durch WordPress, z. B. durch Eingeben einer URL). Wenn du sie verwenden möchtest, dann mit einem Cookie-Plugin.

Hundertprozentige Rechtssicherheit bietet dir das nicht (und ist auch aufgrund der noch unsicheren Rechtslage schwierig). Aber, wenn du diese Maßnahmen umgesetzt hast, bist du mit deinem neuen Blog in Sachen Datenschutz wahrscheinlich besser aufgestellt als 90 % aller Blogs in Deutschland.

Weitere Infos zur DSGVO findest du in meiner DSGVO-Checkliste, in meiner Übersicht über WordPress-Plugins & DSGVO sowie in der Kategorie DSGVO & Datenschutz hier auf dem Blog.

9.15 Wie lang sollte ein Blogartikel im Schnitt sein?

Generell gilt:

Länger ist oft besser.

Allerdings kommt es auch immer auf die Art, das Thema und die Zielsetzung des Blogartikels an.

Wenn du Ratgeber-Artikel schreibst, wie ich, empfehle ich dir mindestens 1.000 Wörter zu schreiben und so viele Details und Tipps wie möglich zu geben. So wird er besser bei Google gefunden (diese Anleitung hat über 4.000 Wörter).

Artikel, die gut bei Facebook, Twitter und Co. ankommen sollen, können hingegen etwas kürzer sein und sollten 1.500 Wörter nicht überschreiten.

Und vergiss nie:

Es bringt nichts, wenn Quantität auf Kosten von Qualität geht. Strecke deine Blogartikel nicht, nur um auf eine bestimmte Wörteranzahl zu kommen.

10. 7 Tipps, um erfolgreich zu bloggen

Du hast deinen Blog erfolgreich eingerichtet?

Sehr gut!

Hier findest du einige nützliche Tipps für den Start:

Tipp #1: Verlass dich nicht nur auf eine Einkommens- oder Besucherquelle!

Das Internet ist schnelllebig. Wenn du als Blogger nachhaltig erfolgreich sein willst, musst du erstens diversifizieren und zweitens mit dem Strom gehen.

Ein Kanal, der heute noch viele Besucher auf deine Seite gebracht hat, kann morgen schon wieder abflauen. Google und Facebook z. B. ändern gerne mal ihre Algorithmen.

Was für Besucher gilt, gilt auch für Einkommensquellen. Google AdSense z. B. bringt heute nicht mehr die gleichen Einnahmen wie noch vor 3 Jahren, weil viel mehr Nutzer AdBlocker installiert haben und generell nicht mehr so oft auf Banner-Werbung klicken.

Native Advertising, z. B. in Form von Sponsored Posts, sind momentan bei Unternehmen als Werbung beliebt, aber auch da werden die Preise früher oder später fallen und der Hype vorbei sein.

Tipp #2: Installiere nicht zu viele Plugins!

Es ist toll, seinen Blog um zahlreiche WordPress-Plugins erweitern zu können.

Aber die exzessive Verwendung von Plugins sorgt für Inkompatibilitäten und dafür, dass WordPress langsamer und instabiler wird.

Also mach dir Gedanken darüber, welche Plugins du wirklich zum Bloggen brauchst!

Tipp #3: Erstelle einen Redaktionsplan zum Bloggen

Es erspart dir viel Arbeit, einen Redaktionsplan zu erstellen, in dem du im Voraus Ideen festhältst und deine Posts planst.

So kannst du sicherstellen, dass du regelmäßig neue Blogartikel veröffentlichst, lange Blogpausen vermeidest und du immer weißt, worüber du schreiben kannst (und du nicht jedes Mal, wenn du einen Blogartikel schreiben möchtest, aufs Neue Brainstorming machen musst).

Als Tool bietet sich dafür z. B. Trello an.

Tipp #4: Zeit ist Geld!

Wenn du gerade erst anfängst, freust du dich über jede kleine Kooperationsanfrage und bist dazu bereit, über alles zu schreiben, selbst wenn du dafür nur ein Produkt geschenkt bekommst.

Mit der Zeit wirst du jedoch feststellen, dass das nicht mehr ausreicht und dass deine Zeit mehr wert ist als eine kostenlose Produktprobe.

Verkauf dich nicht unter Wert und lass dich nicht von dreisten Unternehmen ausnutzen!

Tipp #5: Bleibe du selbst und bleibe dran!

Bleib dir immer selbst treu und behalte deine Schreibweise bei.

Es bringt nichts, jemandem nachzueifern, denn niemand würde mehr Blogs lesen, wenn alle gleich wären.

Auch, wenn du anfangs nicht von deinen Blogartikeln überzeugt bist:

Bleib dran!

Dein Schreibstil wird sich verbessern. Und je mehr du schreibst, desto eher verbessert er sich.

Tipp #6: Nutze die Macht von Keyword-Recherche!

Keyword-Recherche ist sehr wichtig, also fang nicht erst nach 40 Blogartikeln damit an!

So stellst du sicher, dass du mehr Besucher über Google bekommst und schreibst keine Artikel, die niemanden interessieren oder die niemand mehr anguckt, sobald sie auf der zweiten Seite deines Blogs landen, sondern auch Monate nach der Veröffentlichung noch regelmäßig gelesen werden.

Ein guter Startpunkt dafür ist mein ultimativer Guide zur Keyword-Recherche.

Tipp #7: Baue schon früh eine E-Mail-Liste auf

Fang früh damit an, eine E-Mail-Liste aufzubauen, und überlege dir, was du Leuten als Freebie für den Eintrag in deinen Newsletter bieten kannst (dabei hilft es auch, wenn du dich positionierst und nicht über viele verschiedene Themen schreibst).

Durch eine E-Mail-Liste sind deine Leser stärker an deinen Blog gebunden, als wenn sie Fans oder Follower deiner Social-Media-Kanäle sind. Das könnte dich ebenfalls interessieren…

Finn Hillebrandt

Über den Autor

Finn Hillebrandt ist der Gründer von Blogmojo. Er ist WordPress-Fan, Blogger und SEO-Experte mit 10 Jahren Berufserfahrung. Bei SEO setzt er nicht auf Hörensagen, sondern führt ständig eigene Tests, Recherchen und Case Studys durch, um herauszufinden, wie Google tickt (Nerd-Alarm!). Sein Steckenpferd ist die Keyword-Recherche, zu der er auch einen Online-Kurs anbietet.

Quelle: https://www.blogmojo.de/blog-erstellen geladen am 15.04.2021